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Funktionsweise



Die über das Einsatzleitsystem (oder mittels
der Weboberfläche, dem XML-Interface oder vom Habimat) erzeugten Alarmmeldungen werden in die Alarmzentrale übertragen:

  oder    oder    oder



Bereits bei der Entgegennahme der Meldung im Zugangssystem wird in verschiedenen Sicherheitsstufen überprüft, ob z.B. der Absender berechtigt ist eine Alarmmeldung zu schicken, ob alle Teilnehmer in der Datenbank vorhanden sind, usw.

Anschliessend werden die Meldungen an den Satelliten Netzwerk Controller weitergegeben, welcher die Meldungen in ein Datenformat für die Satellitenübertragung umwandelt:



Jetzt sind die Daten zum Versand vorbereitet und werden mittels "Uplink" zum Satelliten (Eurobird) gesendet:

 


Der Satellit empfängt die Meldungen und sendet sie mittels "Downlink" wieder zurück an die Erde, welche nun gleichzeitig von allen Parabolspiegeln empfangen und an die Basisstation weit
ergegeben werden:

         

Diese über das Land bzw. Region verteilten Basistationen senden dann den Alarm im POCSAG-Format über die 2m-Antennen synchron zu den Alarmempfängern (Pager, usw.) aus:

     

Die Monitorstationen sind spezielle Empfänger und überwachen das gesamte Alarmierungsnetz. Die Alarmzentrale schickt einen Status-Request über den Satelliten an die Basisstationen. Diese senden dann ihre Zustandsinformationen (Sendeleistung, Betriebstemperatur, Notstromversorgung, usw.) an die Monitorstationen. Die Zustände werden über ein Modem bzw. über die Luftschnittstelle abgefragt und in der Alarmzentrale ausgewertet:



Das Einsatzleitsystem und die Alarmzentrale kommunizieren miteinander über Datenleitungen (IP-Netze), bei Ausfall der Datenleitungen stehen davon unabhängige ISDN-Anschlüsse als Redundanz zur Verfügung:

  

Bei der Planung der Standorte wurde eine Überlappung der Ausleuchtzonen der jeweiligen Basisstationen berücksichtigt:

    



Der parallele Einsatz von zwei getrennten Netzsystemen in der Alarmzentrale macht die Alarmierung katastrophensicher:

    



Alle Netzwerkkomponenten in der Alarmzentrale sowie der Datenleitungen sind redundant ausgeführt:

    



Ebenso gibt es zwei voneinander unabhängige Uplink zum Satelliten, welche an verschiedenen Orten stationiert und gegenseitig ausgekreuzt sind:

    
 


Falls - wider Erwarten - der Satellit ausfallen oder von der Umlaufbahn abweichen sollte, steht ein zweiter Satellit als Backup zur Verfügung. Das Signal wird auf einen anderen Transponder umgeschwenkt und mit der gleichen Frequenz als vom ursprünglichen Satelliten ausgesendet:

     


Als Backup zum Satelliten kann die Basisstation lokal auch über TETRA angesteuert werden. D.h. die gesamte POCSAG-Einheit inkl. Intelligenz (somit die ja bereits bestehenden Senderstandorte) können über die noch freien Schnittstellen zusätzlich zum Satelliten-Modem auch mit einer TETRA-Empfangseinheit zu lokalen Alarmierung ausgestattet/nachgerüstet werden.
Somit ist die Alarmierung selbst auch bei einem Totalausfall sämtlicher Satellitenwege ungestört möglich (ein Totalausfall aller Satellitenwege ist aber praktisch unmöglich, da ja alle Systeme mehrfach redundant und ausgekreuzt ausgelegt sind).

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