Basisstation
Auf jedem Senderstandort befindet sich jeweils eine Basisstation vom Typ Swissphone ITC2000-SAT (alte Version) oder ITC2100-SAT (neue Version). Das eingebaute Satellitenmodul empfängt über den Parabolspiegel das vom Satelliten ausgestrahlte Signal, dieses wird aufbereitet und am Tx-Ausgang über die 2m-Antenne der Alarm ausgestrahlt.
Die Basisstationen selbst sind
organisationsunabhängig in Niederösterreich, teilweise in Wien und im
Burgenland aufgebaut - die Senderstandorte befinden sich also nicht mehr wie
bisher üblich auf Feuerwehrhäusern oder Rettungswachen, sondern sind
funkplanungstechnisch ermittelt und somit auf Standorten, welche eine große
Reichweite oder dichte Gebäudedurchdringung je nach Anforderung in der
Berechnung haben. Die Basisstationen (=Alarmumsetzer) sind modular aufgebaut
und laufen praktisch störungsfrei, sollte es eine Störung geben, kann die
Basisstation remote über die Satellitenstrecke bedient werden bzw. im
tatsächlichen Fehlerfall vor Ort einfach das defekt Modul getauscht werden. Der
lokale Alarmierungssender kann somit sofort wieder in Betrieb genommen werden,
ohne vor Ort lange mit der detaillierten Fehlersuche zu beginnen. Die
Senderstandorte selbst sind überlappend aufgebaut, sollte also ein Standort
durch eine Störung komplett ausfallen, werden die Pager einfach durch die Nachbarsenderstandorte
ausgelöst (wie erwähnt werden ja alle Rufe immer landesweit gleichzeitig und
auf allen Senderstandorten synchron zueinander ausgesendet). Die Reichweiten
der Senderstandorte sind unterschiedlich und richten sich vor allem nach den topographischen
Gegebenheiten und funkbehördlich vorgegebenen Sendeleistungen, grob kann man
sagen, dass die Senderstandorte alle zwischen 5km und 20km eine brauchbare
Alarmierungseffizienz haben (wenn das Signal kein Hügel begrenzt, ist
irgendwann die Leistung einfach zu schwach, um noch Wände durchdringen zu
können). Die Senderstandorte selbst wurden in umfangreichen
Funkausbreitungsberechnungen festgelegt.
Technische Kennzahlen
Digitaler Alarmumsetzer (DAU) der vierten (ITC2000) und fünften (ITC2100) Generation
IT-basierte Technik, netzwerkfähig/browserorientiert
Linux-Betriebssystem
erweiterte Fernkonfiguration und -abfrage
BOS-Kanäle im 2-m-Band programmierbar
Ausführung gemäß BOS-Richtlinien
Master- u. Redundanzmaster-DAU sind via Netzwerk voll umfänglich dezentral parametrisierbar
Slave-DAU sind "On Air"-teil-parametrisierbar und bieten detaillierte Statusdaten zur Abfrage
alle DAU bieten eine integrierte Logbuchfunktion
SAT-Receiver-Einschub und erweiteter Software
Browserbasierte Konfiguration des ITC2000-SAT bzw. ITC2100-SAT
Sollte an einer Basisstation ein Problem oder Fehler auftreten, bei welchem einen Tausch vor Ort stattfinden muss, wird das defekte Modul durch ein auf Lager liegendes Ersatzmodul getauscht und die ursprünglichen Daten, welche am Servicenotebook gespeichert sind, eingespielt.
Durch die perfekte Modulbauweise der Basisstation, kann jeder defekte Bauteil einzeln getauscht werden und die Basisstation kann sofort wieder On Air gehen.

