RIC (Radio Identification Code)
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RIC ist die Abkürzung für Radio Identification Code. Ein RIC ist eine Rufadresse, welche ermöglicht, eine bestimmte Gruppe von Pagern oder einen einzelnen Pager zu alarmieren. Vom Prinzip her kann man sich einen RIC sinngemäß gleich wie eine Rufnummer eines Mobiltelefons vorstellen, mit dem Unterschied, dass der selbe RIC bei Gruppenbildung auch in mehrern Pagern gespeichert werden kann und in einen Pager - je nach Hersteller und Typ - auch mehr als eine Rufnummer speichern kann.
Typische Pager für kleine Organisationen können 8 bis 12 Rufadressen, leistungsfähigere Pager können 32 bis 64 Rufadressen speichern, High-End-Pager schaffen sogar 128 Rufadressen.
Verwendung der Haupt-Rufadressen und Subadressen
Jede Hauptadresse hat auch noch Subadressen. Je nach Alarmierungsnetzauslegung können sowohl de Haupt- als auch die Subadressen verschiedene Funktionen erfüllen. Meist wird die Hauptadresse dazu verwendet, um eindeutig einem Pager oder einer Alarmschleife eine eindeutige Rufnummer zuzuordnen. Beim digitalen Pagernetz werden je Hauptadresse die je vier Subadressen gleich für zwei Funktionen verwendet: Einerseits wird damit die Priorität bei der Alarmierungs gesteuert, andererseits die Art des "Alarmes" mit dem ensprechend hinterlegten Rufton.
Zusätzlich gibt es je nach Einsatzmittel verschiedene Inhalte im Benachrichtigungstext, welche vom Einsatzleitsystem automatisch auf das entsprechende Einsatzmittel sowie der Indikation generiert werden. Der Notarzthubschrauber bekommt z.B. zusätzlich zur Adresse auch immer die geografischen Koordinaten, damit er punktgenau mit seinem Navigationssystem zum Einsatzort fliegen kann, bodengebundene Einsatzmittel bekommen hingegen eine genaue Zufahrtsbeschreibung, beim Krankentransport kommt z.B. der Hinweis das eine Begleitperson mit dem Patienten mitfährt, usw.
Zusammenstellung und Verwendung der Rufadressen bei Pagern
Die grundsätzliche Zusammenstellung der Rufadresse (Haupt- und Subadresse) setzt sich im digitalen Pagernetz wie folgt zusammen:
123456a - EINSATZ (Rettungsauftrag, Rettungseinsatz, Notarzteinsatz, Feuerwehreinsatz)
Wird für hoch und höchst zeitkritische Alarme eines Rettungswagen oder Notarztmittels bzw. Einsatz oder Nachalarmierung von Feuerwehr verwendet.123456b - MITTEILUNG (Krankentransport, Mitteilung, Lageinformationen)
Wird für angemeldete Krankentransporte welche gehend, sitzend, liegend oder mit Rollstuhl zu transportieren sind verwendet, wenn der Transport nicht zeitkritisch ist. Auch alle Zusatzinformationen zu bereits alarmierten oder bevorstehenden Einsätzen bei allen Einsatzorganisationen werden als Mitteilung gesendet, wenn sie nicht zeikritisch sind.123456c - INFORMATION (Newsletter, Einladungen, Wasserpegelstände, usw.)
Wird für alle Informationen bei allen Einsatzorganisationen welche interessant sein könnten, aber weder zeitkritisch noch einsatztaktisch eine Relevanz haben, verwendet als auch für aktuelle Newsletter bei Sonderlagen (Wasserstände, Strahlenwerte, usw.).123456d - STILLE INFORMATION (Newsletter, Einladungen, Wasserpegelstände, usw.)
Wird für alle Informationen bei allen Einsatzorganisationen welche interessant sein könnten, aber weder zeitkritisch noch einsatztaktisch eine Relevanz haben, verwendet als auch für aktuelle Newsletter bei Sonderlagen (Wasserstände, Strahlenwerte, usw.) - jedoch mit dem Unterschied, dass hier der Pager überhaupt nicht piepst (somit können diverse Newsletter auch in der Nacht laufend geschickt wo niemand gestört wird, in der Früh aber abgelesen werden kann).
Neben Einzelrufen können auch Alarmkreise oder Alarmschleifen gebildet werden, d.h. mit nur einem einzigen Ruf kann gleich eine ganze Gruppe von Meldeempfängern angesprochen werden. Rein technisch gesehen ist ein Alarmkreis und eine Alarmschleife ein und das Selbe, der Rettungsdienst hat lieber Alarmkreise, die Feuerwehr schon seit immer Alarmschleifen.
Prioritäten der Subadressen bei Pagern
Weiters werden den Subadressen in der Alarmzentrale wie bereits erwähnt verschiedene Prioritätsstufen zugeordnet. Derzeit sind 3 Prioritätsstufen für Pager in Verwendung, welche verschiedene Abarbeitungsmechanismen in der Alarmzentrale auslöst:
123456a - PRIORITÄT 1
schnellste Abarbeitung in der Alarmzentrale, wird allen anderen Rufen vorgereiht123456b - PRIORITÄT 2
mittlere Abarbeitung in der Alarmzentrale, wird den Prio-1-Rufen nachgereiht123456c - PRIORITÄT 3
langsamste Abarbeitung in der Alarmzentrale, wird den Prio-1 und Prio-2-Rufen nachgereiht123456d - PRIORITÄT 3
langsamste Abarbeitung in der Alarmzentrale, wird den Prio-1 und Prio-2-Rufen nachgereiht
Für andere Meldeempfänger wie beispielsweise Sirenensteuerempfänger können die Prioriten in der Alarmzentrale anders zugewiesen werden, darüber werden wir zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausführlich berichten. Aus heutiger Sicht werden die Sirenenprogramme auf ähnliche Weise wie die Pager programmiert werden (also ebenfalls Einzel- und Gruppenalarme), mit dem Unterschied, dass alle Sirenenprogramme natürlich mit höchster Priorität ausgesendet werden. Dafür wird in der Alarmzentrale einfach ein eigener Rufnummernblock mit anderen Prioritätsstufen bei der Subadresse definiert. Details dazu gibt es etwas später.
