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 Meilensteine - Von der Idee zur Realisierung


       
Der allererste Planungsentwurf ...


Im Juli 2004 wurde der Grundstein einer neuen Alarmierungsvariante gelegt, welche unabhängig von der öffentlichen Infrastruktur sowie unabhängig von derzeitigen und zukünftigen Funksystemen funktionieren soll.

Im Herbst 2004 gab es erste Termine, Lösungsvorschläge, usw. mit diversen Herstellern.

Im September 2004 wurde der Beschluss gefasst, NOTRUF NÖ mit der Planung eines Alarmierungsnetzes zu beauftragen. Ab diesem Zeitpunkt gab es intensive Planungsarbeiten zur Ausarbeitung verschiedener Lösungsmöglichkeiten, unterschiedliche Techniken verschiedener Lieferanten wurden untersucht (Zubringer mittels Richtfunkstrecken sternförmig von den Leitstellen zu den Senderstandorten, Zubringer mittels Wellenausbreitung, usw.). Immer mehr stellte sich die Satellitenvariante als innovative, rasche sowie gesicherte Alarmierung als zukunftsweisende Alarmierungsmöglichkeit heraus; einerseits zur Verwendung im täglichen Einsatzgeschehen sowie auch zur raschen und gleichzeitigen Alarmierung vieler Ressourcen im Großschadensfall. Dementsprechend wurden die Vorbereitungsarbeiten in diese Richtung gelenkt, sodass die enormen Vorteile der Satellitenvariante immer mehr erkannt und dahingehend intensive Netzplanungen sowie Feldtests begonnen wurden.

Im November 2004 gab es erste Informationen seitens NOTRUF NÖ, im Dezember wurde seitens Landesverband begonnen Rahmenverträge von Endgerätehersteller (Pager) zu verhandeln.

In den Wintermonaten 2004/2005 wurden erste Endgerätetests, die Umsetzung zur Einbindung in das Einsatzleitsystem sowie mit der Planung des Netzes begonnen. Im Anschluss daran wurde mit den ersten Standortbesitzern (private Sendemasten, ORF- und EVN-Sender, Sendemasten von Mobilfunkbetreibern, Lagerhaussilos, usw.) Kontakt aufgenommen und mit der Planung an den Standorten begonnen. Parallel dazu wurden für die Standorte von der Funkbehörde die zugelassenen Sendeleistungen beantragt und die Frequenz mit dem In- und Ausland koordiniert, um gegenseitige Störungen anderer Funknetzbetreiber ausschliessen zu können. In weiterer Folge wurde der Rolloutplan für den Aufbau, Konfiguration und Inbetriebnahme der Basisstationen festgelegt. Nach dem Aufbau werden bezirksweise die Basisstationen On Air genommen und Feldtest durchgeführt. Nach erfolgreichen Feldtestes werden die Bezirke zur Alarmierung freigegeben.

Anfang Februar 2005 wurden die Bezirksstellen vom Landesverband über die Pagerbestellung informiert. Die gesamte Endgerätebestellung wird der Einfachheit halber über die Materialstelle des Landesverbandes abgewickelt. Dafür wurde mit dem RIC-Management begonnen und die Einteilung in verschieden Prioritätsstufen durchgeführt.

Ebenfalls im Februar 2005 wurde die Homepage
www.pagernetz.at fertiggestellt und nach kurzen Testläufen öffentlich publiziert. Mit Hilfe dieser Homepage wollen wir umfangreich über die Funktionsweise und die Möglichkeiten des neuen satellitengestützen digitalen Pageralarmsystems informieren. 

Seit Mitte Februar 2005 finden intensive Feldtests mit der Testbasistation statt. In diesem Zuge wird auch die Anbindung des Einsatzleitsystems verschiedenen Praxistests unterzogen, in weiterer Folge werden die Endgeräte getestet. März bis August 2005 widmet sich vor allem der ersten Aufbauphase des Netzes in Niederösterreich, Wien und Teile des Burgendlandes, sowie der Inbetriebnahme der Basisstationen. Wann welche Gebiete fertig aufgebaut sind und offiziell On Air genommen werden ist jeweils aktuell unter dem Menüpunkt Rollout
aufgelistet.

Im Juli 2005 war ein 
Besuch in der Alarmzentrale und im Werk des Herstellers, um das Netz sowie die Alarmzentrale ausgiebig auf Praxistauglichkeit testen zu können. Ende September 2005 wurden die Basisstationen an die Monitorstationen eingebunden und die Netzüberwachung aktiv in Betrieb genommen. Von September bis Dezember 2005 findet die Netzoptimierung aufgrund der ersten Erfahrungen in Zusammenarbeit mit dem Fahrdienst statt.

Im Oktober 2005 stellt das Bezirkskommando Wien-Umgebung als Pilotprojekt die derzeitige Alarmierung des bereitschaftshabenden Führungsstabs von SMS (bekannt unter Inotif) auf die gesicherte Pageralarmierung um. Mit den gegenseitigen Erfahrungen soll dann rasch die Möglichkeit dieser Alarmierung an alle Führungskräfte und verschiedenen Rot-Kreuz-Hilfs-Einheiten (Suchhunde, usw.) für ganz Niederösterreich ausgeweitet werden. Mitte Oktober 2005 werden die Grundanforderungen an ein webbasierendes Alarmierungstool für komerzielle Kunden definiert und mit der Programmierung begonnen.

Im November 2005 wurden die Leitstellen von NOTRUF NÖ mit dem Habimat-Notbediengerät ausgestattet, um auch bei einem Totalausfall vom Einsatzleitsystem ungestört damit die Pager alarmieren zu können.

Am 07.12.2005 fand zwischen NOTRUF NÖ als Planer, Eigentümer und Betreiber des digitalen Pagernetzes und Fa. Swissphone als Lieferant der Systemtechnik die geplante Abnahme des Pagernetzes statt. Kurz darauf, am 19.01.2006 fand zwischen NOTRUF NÖ und Fa. Swissphone der offizielle Projektabschluss des hochmodernen, satellitenbasierenden Alarmierungsnetzes statt. Im Februar 2006 beginnt die geplante Netzverdichtung.

Im März 2006 wird die Vision einer Mobilen Basisstation in Realität umgesetzt. Nach Festlegung eines gemeinsamen Finanzierungsmodells mit dem Systemlieferanten Swissphone findet das Kick-Off statt. Planung und Aufbau der Mobile Paging Unit (MPU) beginnen, bereits 
im Mai 2006 wurde die Mobile Paging Unit in Betrieb genommen.

Im Juli 2006 präsentiert NOTRUF NÖ die Auslastung der Rettungsdienste der vergangenen 18 Monate. Diese zeigt deutlich, dass die Belastungsgrenze noch lange nicht erreicht ist.

Sommer 2007 stellt die Berufsrettung Wien MA70 ihre Alarmierung auf Pager um, im Herbst 2007 wird mit der geplanten nächsten Netzverdichtung begonnen.

Jänner 2008 bekommt www.pagernetz.at ein neues Outfit und aus LEBIG wird NOTRUF NÖ. Mai 2008 wird das XML-Interface zur eigenständigen Alarmierung via Paging-Gateway zur Verfügung gestellt und die Webalarmierungsoberfläche dynamisch gestaltet. Im laufe des Jahres 2008 stellen weitere BOS-Dienste in NÖ wie Wasserrettung, Rettungshunde und Bergrettung ihre Alarmierung auf Pager um. 2008 wird das Netz in Wien verdichtet, das Wiener Rote Kreuz und der Wiener Krankenanstaltenverbund stellt auf Pageralarmierung um.

Im Jahr 2009 beginnen erste Gespräche, um das mittlerweile sehr erfolgreiche digitale Alarmierungsnetz auch für die Feuerwehren in Niederösterreich nutzen zu können. Ende 2009 wird dazu testweise eine XML-Schnittstelle eingerichtet und sieben Testfeuerwehren parallel zum analogen Pager auch digital alarmiert.

Im Sommer 2009 wurde mit der Planung einer eigenen Funkrufzentrale begonnen, also die vollständige Abkopplung von der Alarmzentrale der Gebäudeversicherung Zürich am Standort Flughafen-Kloten. Nach kurzer Projekierungsphase wurde die neue Alarmzentrale am Dach der Landesfeuerwehrschule in Tulln stationiert, der bestehende Ulink in der Schweiz wird als Redundanzebene verwendet.

Im Jahr 2010 wurden die Planungen konkreter, was beim bestehenden Alarmierungsnetz der Rettungsdienst alles erweitert werden muss, um es auch als verlässliche landesweiter Alarmierung für die Feuerwehren nutzen zu können. Da alle technischen Grundvoraussetzungen gegeben sind, muss das Netz somit nur mehr für die Anforderungen der Feuerwehr nur mit weiteren Senderstandorten verdichtet werden und eine direkte redundante Schnittstellen zur bestehenden Alarmzentrale wird programmiert.

Im Jahr 2011 fanden intensive Funknetzplanungen und zahlreiche Vorbereitungen zur Netzverdichtung statt, im September 2011 wurde die seit 2009 bestehende Testschnittstelle der Feuerwehr durch einen direkte Schnittstelle zur Alarmzentrale ergänzt. Im zweiten Halbjahr 2011 schreibt die Feuerwehr den Ankauf von digitalen Meldeempängern aus, den Zuschlag erhält Fa. Swissphone.

Ende 2011 wird eine organsisationsübergreifende Pagerverwendung von Rettungsdienst und Feuerwehr beschlossen, die Daten werden in einer zentralen Datenbank von NOTRUF NÖ verwaltet. Zur technikerunabhängigen Pagerprogrammierung wird die Idee einer vollautomatischen Pagerprogrammierung ins Leben gerufen, bei welcher die bereits in der Datenbank befindlichen Informationen direkt in die Pager eingespielt werden können.

Das Jahr 2012 widmet sich bei NOTRUF NÖ vor allem der landesweiten Netzverdichtung für die Feuerwehr. Wann welche Gebiete verdichtet sind, ist immer unter dem Menüpunkt Verdichtung nachzulesen. Bei der Feuerwehr steht das Jahr 2012 natürlich ganz im Zeichen des Pagerrollouts und schrittweisen Umstellung von analog auf digital. Während der Umstellungsphase werden natürlich alle Rufe aller Feuerwehren bei allen Alarmen immer parallel ausgesendet.

Im Februar 2012 wird die Facebook-Gruppe pagernetz.at gegründet

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