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Prioritäten bei der Rufaussendung

Erstellt von Theuerweckl Martin am 10.01.2012 um 18:00:59

Ein ebenfalls sehr großer Vorteil bei der digitalen Alarmierung in Niederösterreich (andere Bundesländer haben diese Möglichkeit leider nicht) ist, dass an die Funkrufzentrale die Alarmierungsdaten mit verschiedenen Prioritätsstufen übertragen werden können. Diese Prioritäten werden ja nach Administration bereits in den Einsatzleitsystemen vergeben und an die Funkrufzentrale mit den entsprechenden Alarmierungsdaten geschickt. Es stehen drei Prioritätsstufen zur Verfügung, welche in der Funkrufzentrale entsprechend abgearbeitet werden.

Dadurch werden „dringende“ Alarmierungen den„nicht so dringenden“ Mitteilungen vorgereiht, was sich in der Abarbeitung im Spooling der Funkrufzentrale im Millisekundenbereich bewegt – also selbst wenn bereits „nicht so dringende“ Mitteilungen vom Einsatzleitsystem übertragen wurden, werden nachfolgende „dringende“ Alarmierungen sofort im Spooling der Funkrufzentrale vorgereiht.

Priorität 1 werden bei der Feuerwehr natürlich weiterhin alle gewohnten „Einsätze“ sein, Vergleichsweise mit dem Rettungsdienst sind dies derzeit alle hoch und höchst zeitkritischen Einsätze im Rettungs- und Notarztbereich.  

Priorität 2 werden bei der Feuerwehr beispielsweise zusätzliche Mitteilungen zu bereits alarmierten Einsätzen (z.B. Windrichtung bei Anfahrt beachten) oder Vorabmitteilungen für baldige Alarmierungen sein (z.B. Hochwasser wird in 3 Stunden die Triesting übergehen lassen), im Rettungswesen wird diese Priorität derzeit im nicht zeitkritischen Krankentransport und für allgemeine Mitteilungen verwendet. 

Priorität 3 ist technisch zwar bereits vorbereitet aber derzeit noch nicht in Verwendung und wird zukünftig sowohl für die Feuerwehr als auch im Rettungswesen für allgemeine Informationen und eine Art Newsletter verwendet werden (z.B. regelmäßige Informationen bei nahenden (Natur)katastrophen, bevorstehende Gefahren im In- und Ausland (Pegelstände von Flüssen, Atomunfälle, usw.), lokale Informationen, usw.). Das besondere an diesen Rufen wird sein, dass diese sowohl mit als auch ohne Rufton gesteuert werden können (somit wird in der Nacht niemand gestört nur weil eine der erwähnten Informationen verschickt wurde, gleichzeitig kann diese Information dann aber am Morgen abgelesen werden).

Ebenfalls wird sich bereits am Rufton erkennen lassen, um welche Priorität es sich handelt (also ob es ein Einsatz ist, eine Mitteilung oder eine Information bzw. ein Newsletter) – der Pager piepst also bei einem Einsatz anders als bei einer Mitteilung und nochmals anders bei einer Information oder einem Newsletter (bzw. hier eben manchmal auch gar nicht).

Das erwähnte Schema der Prioritätenansteuerung wird sinngemäß immer gleich angewendet, kann also für Einzelrufe genauso verwendet werden wie für die individuellen Alarmschleifen der Feuerwehren, der Bezirksrufe und natürlich auch für den Landesruf an alle Pager. 

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