
Über das satellitengestützte und vollredundante
Hochleistungsalarmierungsnetz werden derzeit in Niederösterreich die Ressourcen
von NOTRUF NÖ, vom Roten Kreuz, vom Arbeitersamariterbund, den Johannitern, die
östlichen Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung, die Bergrettung, die
Rettungshunde NÖ sowie teilweise die NÖ Wasserrettung, First-Responder-Ärzte
und Führungskräfte bei Großschadensereignissen alarmiert. Die
Alarmierungsumstellung der Feuerwehr findet das gesamte Jahr 2012 statt.
Im Bundesland Wien die gesamte Fahrzeugflotte sowie die
Führungskräfte der Berufsrettung MA70, First-Responder bei den befreundeten
Rettungsorganisationen "Vier für Wien", der Wiener
Krankenanstaltenverbund, Bereitschaftspager beim Wiener Roten Kreuz als auch die
Fahrzeugflotte vom Sozialmedizinischen Dienst.
Der große Vorteil von pagernetz ist nicht nur die
landesweit exakt zeitgleiche und somit sehr rasche Alarmaussendung auch an eine
große Anzahl von Empfängern, sondern auch, dass sich diese Empfänger im
gesamten Bundesland frei bewegen können und nicht mehr im Umkreis ihres eigenes
Rufumsetzers sein müssen. Dies ist nicht nur für das tägliche Einsatzgeschehen
von enormen Vorteil, sondern vor allem auch für Führungskräfte bzw.
bereitschaftshabende Sonderdienste, welche per einzigem Mausklick zeitgleich
und ausfallsicher bei Gefahrenlagen alarmiert oder präventiv informiert werden
können - vollkommen unabhängig vom Funktionieren der öffentlichen Infrastruktur
(Handy, SMS, Festnetz, Strom, usw).
Referenzen
Vereinzelt aber doch immer wieder auftretende Ausfälle in
der öffentlichen Infrastruktur (Strom, GSM, Festnetz, usw.) aufgrund
technischer Probleme oder Naturereignissen (Sturm, Schnee, Hochwasser, usw.)
zeigen auf, dass es unabkömmlich ist, Einsatzmittel welche zum Schutz von Leben
und Gut zur Verfügung stehen, über eine völlig unabhängige und gesicherte
Technik zu alarmieren. Denn gerade in solchen Ausnahmefällen sind die
unentbehrlichen Dienste der Blaulichtorganisationen mehr als üblich gefragt -
und gerade hier muss ebenfalls die gewohnte Alarmierung sichergestellt sein.
Nach dem endgültigen Abschalten das analogen Pagernetzes
der Mobilkom (ÖPR-II) im Jahre 2002, mussten die Einsatzkräfte auf halbherzige,
langsame und veraltete Alarmierungslösungen zurückgreifen - im Zuge des
Handynetzausbaues musste auch immer mehr SMS als
"Alarmierungs"alternative eingesetzt werden, da die analogen
Funknetze für eine derartige Massenalarmierung nicht ausgelegt waren.
Seit 2005 steht nun in Ostösterreich den Einsatzkräften
wieder ein landesweites Alarmierungsnetz zur Verfügung - ohne Kosten in eine
eigene Alarmierungs-Infrastruktur investieren zu müssen, können BOS-Dienste
wieder gesichert alarmiert werden.
GSM und SMS
Nahezu jeder besitzt heute ein GSM-Handy.
Können diese vorhandenen Geräte nicht auch für eine Alarmierung genützt werden?
Die Vorteile würden doch klar auf der Hand liegen: Hohe
Trageakzeptenz der Benutzer, Erreichbarkeit im gesamten GSM-Netz, weder
Anschaffungs- noch Wartungskosten bei den Endgeräten, usw. Oft wird SMS als DAS Alarmierungsmittel der Neuzeit
angesehen - doch gerade die weltweite Vereinigung der Mobilfunkanbieter (GSM
Association), welche mehr als 620 Anbieter vertritt, nimmt in einem umfassenden
Positionspapier tiefgreifend eine ablehnende Stellung über das Verhalten von
Mobilfunknetzen bei "Unfällen und Dringlichkeiten" (siehe link am
Seitenende).
- Nicht immer müssen Handynetze bei der SMS-Zustellung
überlastet sein (z.B. das bekannte Silvester-Phänomen, größere Ereignisse wie
Fußballspiele, lokale Kleinereignisse wie Dorffeste, Ereignisse mit
Verkehrsstaubildung, TV-Votings, usw.).
- Vor allem auch bei Störungen der öffentlichen
Infrastruktur (allen voran Stromausfälle durch umfallenden Bäume, Schnee, etc.)
sind die nur für kurzzeitige Notstromüberbrückung ausgelegten
Handy-Senderstandorte binnen kürzester Zeit nicht mehr verfügbar.
- Weiters gibt es vereinzelt auch immer wieder
großflächige Ausfälle der öffentlichen Telefonnetze (z.B. Mobilkom-Ausfall 2001
in Tirol/Vorarlberg über 4 Stunden, über 10 Stunden Totalausfall in der
Schweiz, Ausfall von GSM-Netzen in Tirol und Vorarlberg bei der
Hochwasserkatastrophe im August 2005, Großräumiger und stundenlanger
Netzausfall bei Mobilkom im Oktober 2005 in der gesamten Steiermark und Teile
des Burgenlandes, Telekom-Störungen im Juni und Juli 2007, usw.).
- Auch bei jedem größeren Katastrophenereignis (Lassing,
Kaprun, Hochwasser, usw.) waren die Mobilfunknetze hoffnungslos überlastet.
- Die grossen Stromausfälle des Jahres 2003 in den USA,
Italien und Grossbritannien haben auch das Sicherheitsmanko der Stromversorgung
deutlich aufgezeigt. Auch in Österreich sind jährlich zahlreiche Stromausfälle
zu verzeichnen.
- Selbst aus wirtschaftlicher sicht - bei den
"Alarmierungs"kosten - erweist sich SMS schliesslich als teure
Variante: Z.B. hat die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg 2003 rund
150.000 Einzelalarmierungen durchgeführt und damit zirka 1 Million POCSAG-Pager
ausgelöst. Per SMS (0,12 Euro pro SMS) würde die gleiche Alarmierungsanzahl
Kosten in der Höhe von rund 120.000 Euro verursachen!
Schnellstes, sicherstes und zuverlässigtes
Alarmierungsetz der Neuzeit
Mit dem satellitenbasierenden
Hochleistungsalarmierungsnetz steht derzeit den Einsatzorganisationen in
Ostösterreich wieder eine hochverfügbare und vollkommen von der öffentlichen
Infrastruktur unabhängige Alarmierungsmöglichkeit zur Verfügung - eines der modernsten
Alarmierungsnetze, welche derzeit am Weltmarkt überhaupt in Betrieb sind. Aufgrund der Leistungsfähigkeit moderner
Alarmierungsnetze ist es nicht mehr erforderlich, dass sich jeder BOS-Dienst
wieder seine eigene und meist nur lokale Alarmierungslösung aufbauen muss - die
dadurch gesparten Kosten können für sinnvollere Investitionen verwendet werden.
Gleichzeitig sind bereitschaftshabende Sonderdienste landesweit erreichbar.
Die Grundidee für das Pagernetz entstand 2004 aufgrund
der Notwendigkeit, da das analoge Funknetz vom Roten Kreuz Niederösterreich aus
den 80-iger Jahren stammt und einen gesicherte Alarmierung nicht mehr gegeben
ist. Es war nicht nur die Leistungsfähigkeit vollkommen erschöpft, auch die
Zuverlässigkeit sowie die sehr langsame Übertragungsgeschwindigkeit der
analogen Systeme entsprach in keinster Weise mehr dem heutigen Standard. Das nach ausführlicher Planungs- und Relasierungsphase im
Jahr 2005 in Betrieb genommene neue Alarmierungsnetz war anfangs nur für die
beiden niederösterreichischen Rettungsdienste vom Roten Kreuz und
Arbeitersamariterbund gedacht. Parallel dazu wurden alle bodengebundenen
Notarztmittel, als auch die in Ostösterreich stationierten
ÖAMTC-Notarzthubschrauber auf moderne Alarmierungsmöglichkeit umgestellt. Mittlerweile alarmieren alle Blaulichtdienste in Niederösterreich über das digitale Pagernetz, als auch die Rettungsdienste im Stadtgebiet Wien.
Bundeslandweite Erreichbarkeit spricht sich bei den
BOS-Diensten herum
Aufgrund der extrem hohen Verfügbarkeit, der sehr raschen
und vor allem landesweit GLEICHZEITIGEN Alarmierung auch an eine sehr große
Anzahl von Alarmempfängern - und der Tatsache, dass durch den Alarmzubringer
via breitbandigem Satellitenraumsegment noch sehr viele freie
Alarmierungskapazitäten zur Verfügung stehen - hat sich das synchrone Pagernetz
nicht nur bei bereits nahezu allen BOS-Diensten in Niederösterreich, sondern
mittlerweile auch im Bundesland Wien einen sehr guten Ruf gemacht. Das
Burgenland wird ebenfalls bereits teilweise versorgt. Natürlich sind über das Alarmierungsnetz - unabhängig von
Pagern - auch Ansteuerungen von hochverfügbaren digitalen Alarmempfängern wie Schaltkontakte,
intelligente Gerätesteuerungen als auch Großdisplays in Fahrzeughallen möglich.
Das Alarmierungsnetz steht ausschliesslich für
BOS-Dienste zur Verfügung (BOS steht für "Behörden und Organisationen mit
Sicherheitsaufgaben) - welche im Dienste der Menschheit z.B. mit Sicherheits-,
Bergungs-, Rettungs- und Gesundheitsaufgaben vertraut sind.
Einfache Netzerweiterungsmöglichkeit in ganz Österreich
möglich
Da jeder Alarmierungsstandort für sich unabhängig
arbeitet und jeweils direkt an den Satelliten angebunden ist, sind auch lokale
Insellösungen in anderen Bundesländern sehr rasch und völlig unspektakulär
realisierbar. Genaugenommen ist das Alarmierungsnetz in Ostösterreich nichts
anderes als eine systematische Anhäufung von einzelnen Senderstandorten, welche
untereinander auf einen synchronen Betrieb abgestimmt sind, und in Summe
gesehen ganz einfach ein homogenes und landesweites Alarmierungsnetz
darstellen.
Zur völlig unabhängigen - und vor allem direkten
Alarmierung der Pager - steht ein Paging-Gateway zur Verfügung, welches mittels
XML-Interface auch von anderen Applikationen außer dem von NOTRUF NÖ
verwendeten Einsatzleitsystem NOVOTEC angesprochen werden kann.
Weiters können - ebenfalls unabhängig vom
Leitstellenbetrieb in Niederösterreich - die Pager auch mittels einer
gesicherten Webalarmierungsoberfläche, einem ISDN-Komforttelefon (Habimat) oder
anderen Einsatzleitsystemen, etc. immer gleich selbst und direkt ausgelöst
werden. Aufgrund spezieller Sicherheitsvorkehrungen ist es immer
nur möglich, jeweils die eigenen Pager auszulösen. Eine umfassende Beschreibung der Funktionen und diversen
Möglichkeiten werden unter dem Menüpunkt Funktionsweise erläutert.
Für detaillierte Informationen oder Ausarbeitung von
Möglichkeiten zur Alarmierung weiterer BOS-Dienste - natürlich auch außerhalb
des derzeitigen Versorgungsbereiches - stehen wir ihnen sehr gerne unter
info@pagernetz.at zur Verfügung.
